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| Ostpreussen > Deutscher Orden Der Deutsche Orden wurde 1198/99 von einer Hospitalbruderschaft in einen Ritterorden umgewandelt. Sein eigentlicher Name war "Orden Sankt Mariens vom Deutschen Hause in Jerusalem". In Jerusalem fand auch seine Gründung statt. Nach dem Scheitern der Kreuzzüge suchte sich der Orden ein neues Betätigungsfeld und es fand es im noch heidnischen Preussen. Unter Bestätigung von Kaiser und Papst, begann ab 1231 unter dem Hochmeister Herman von Salza die Eroberung Preussens. ![]() Hochmeister Herman von Salza, der "Ahnherr" des späteren Preussenstaates Da die preussische Urbevölkerung verständlicherweise nicht willens war, sich taufen und unterwerfen zu lassen, war der Orden viele Jahre damit beschäftigt, die Preussen zu besiegen. Nach mehreren Preussenaufständen, gelang es ihm erst 1283 das preussische Sudauen als letztes Widerstandsnest zu unterwerfen. Bereits 1237 schloss sich der Schwertbruderorden, der die Gebiete Kurland und Livland besass, nach einer Niederlage gegen Litauen mit dem Deutschen Orden zusammen. Nach erneuten Kämpfen gegen Litauen entstand ein gemeinsames Staatsgebiet., welches bis etwa 1398 seine größte Ausdehnung hatte (siehe Karte) ![]() Karte: Staatsgebiet des Deutsche Ordens um 1400 Der Deutsche Orden baute in Preussen ein gut organisiertes Staatswesen auf, welches von den überall im Land errichteten Burgen und neugegründeten Städten verwaltet wurde. Trotz der Kämpfe gegen die einheimischen Preussen, erhielten diese bereits 1249 volle Gleichberechtigung im Staat, unter der Voraussetzung sich taufen zu lassen. Auch der Name Preussen wurde von den Besiegten übernommen. Ein blühendes, gut organisiertes Staatswesen entstand. Mit dem deutschen Orden kam auch die deutsche Sprache ins Land, da der Orden viele deutschsprachige Neusiedler ins Land lockte. ![]() Marienburg: ab 1309 Stammsitz des Ordens Anfang des 15. Jahrhunderts änderte sich allerdings einiges, was später zum Ende des Ordensstaates führen sollte. Durch die Personalunion der Nachbarstaaten Polen und Litauen, hatte es der Ordensstaat plötzlich mit einem mächtigen Gegner zu tun. In der Niederlage von Tannenberg und dem Thorner Frieden von 1411, verlor der Staat seine ersten Territorien. Das endgültige aus kam nach dem verlorenen Städtekrieg und Kämpfen mit Polen/Litauen. Im zweiten Thorner Frieden von 1466, verlor der Orden ausser dem preussischen Kernland, Pommerellen, das Kulmerland, das Ermland, Stuhm und weitere Gebiete. Der Ordensstaat wurde von einem Hochmeister (auch Landmeister genannt) geführt, der vom sog. Generalkapitel (sprich der Ritterschaft) auf Lebenszeit gewählt wurde. Ursprünglich war der Hauptsitz des Ordens in Akkon, nach der Beendigung der Kreuzzüge wurde der Sitz 1291 nach Venedig verlegt. Von Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen wiederum wurde der Regierungssitz im Jahre 1309 auf die Marienburg verlegt. Später wurde das bereits 1255 gegründete Königsberg Regierungssitz. 1525 wurde der Ordensstaat vom letzten Hochmeister des Ordens aufgelöst und in ein weltliches Herzogtum umgewandelt. Weiterlesen: Ostpreussen ab 1525 |
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